Titel: Schädlingsmanagement in Öko-BetriebenBilderserie vom Getreide zum Brot
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Bekämpfung

Für die Bekämpfung eines Schädlingsbefalls steht einem Biobetrieb nur eine begrenzte Anzahl von Mitteln und Verfahren zur Verfügung. Neben der Wirksamkeit müssen diese gesetzeskonform sein. Außerdem sollten sie die Verbrauchererwartung erfüllen und den Richtlinien der Anbauverbände entsprechen.

verschiede Fallen im Korb (c) BiP

Eine Auswahl an Käferfallen

Quelle: BiP Biologische Beratung bei Insektenproblemen

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Durch eine sinnvolle Kombination der verfügbaren Maßnahmen kann der Betrieb ein befriedigendes Bekämpfungsergebnis erreichen. Die Bekämpfung eines akuten Schädlingsbefalls gehört auf jeden Fall in die Hände einer Fachfirma. Eigene Versuche, dem Befall Herr zu werden, verschlimmern in der Regel die Lage und verursachen nicht zuletzt höhere Kosten.
>Checkliste: Auswahl Schädlingsbekämpfer

Stellt ein Betrieb sowohl Bio- als auch konventionelle Lebensmittel her, sollte er in beiden Betriebszweigen ökologischen Vorratsschutz betreiben. Nur so ist sichergestellt, dass in den ökologisch erzeugten Lebensmitteln keine Rückstände von konventionellen Schädlingsbekämpfungsmitteln zu finden sind. Unbeabsichtigte Verunreinigungen können dadurch von vornherein ausgeschlossen werden.

Eine Bekämpfung verursacht prinzipiell zusätzliche Kosten, schon allein deshalb sollte die Vorbeugung oberste Priorität haben. Ökonomisch betrachtet ist immer abzuwägen, ob die zu entwesende Ware und deren Menge eine Entwesung "wert" ist. Fakt ist, dass bei vielen natürlichen Bekämpfungsmethoden viel Energie verbraucht wird. Außerdem ist der Verbleib der Insekten im Vorratsgut - z.B. nach einer Wärme- oder Kälteentwesung - zu beachten. Die toten Insekten müssen nach der Bekämpfung vom Vorratsgut getrennt werden, was ziemlich zeit- und damit kostenaufwändig ist. Die Verkehrsfähigkeit bleibt aus hygienischen Gründen eingeschränkt.

Das Auftreten und der Umfang von Vorratschädlingen hängt von ihrer Biologie, dem Nahrungsangebot, der Lagerungsdauer und einem günstigen Raumklima ab.
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Der Vorratsschutz muss in Biobetrieben im Wesentlichen ohne chemisch-synthetisch Bekämpfungsmittel auskommen. Nur in Fällen, in denen derzeit keine alternative Bekämpfungsmöglichkeit zur Verfügung steht, sind im begrenzten Umfang solche Mittel anwendbar. Aber auch bei deren Einsatz muss eine Kontamination ausgeschlossen sein.
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Bei der integrierten Schädlingsbekämpfung werden alle zur Verfügung stehenden Methoden und Verfahren des Vorratsschutzes so miteinander kombiniert, dass die eigentliche Bekämpfungsmaßnahme die Ausnahme bleibt.
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Im Vorratsschutz ist eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen zu berücksichtigen. Öko-Lebensmittelhersteller müssen darüber hinaus noch die privatrechtlichen Regelungen der Verbände beachten.
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letzte Änderung: 29.02.04   © 2004